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Was versteht man unter Organisationsaufstellungen?

Organisationsaufstellungen dienen der Analyse von Firmen-, Abteilungs- und Organisationsstrukturen durch Visualisierung der Beziehungen zwischen den Mitgliedern dieses Systems. Wie in Familien, so wirken auch in Organisationen systemische Prinzipien, deren Beachtung Effizienz und Handlungsfähigkeit erhöht, während deren Nicht-beachtung zu Konflikten führt. Für Management und Wirtschaft sind Aufstellungen zunehmend interessant geworden, da durch sie komplexe Zusammenhänge, Dynamiken und Wechsel-wirkungen besser verstanden und in kurzer Zeit Lösungswege entdeckt werden können. Dies spart Zeit und Ressourcen, da es in der Regel reicht, wenn ein Organisationsmitglied anstelle des ganzen Teams an einer Aufstellung teilnimmt.

Gruppenseminare bieten den Vorteil, dass die Teilnehmer "hautnah" eine große Bandbreite von Konstellationen und Lösungsmöglichkeiten erleben können. Einzelarbeit dagegen ist kürzer, gewährleistet ein noch größeres Ausmaß an Anonymität und es können viele Beteiligte in den Blick genommen werden, ohne dass das Bild unübersichtlich wird. Insbesondere bei Familienunternehmen können durch Organisations-anliegen auch Familiendynamiken sichtbar werden. In der Einzelarbeit lassen sich beide Systeme auf dem Tisch gleichzeitig anordnen und ggf. parallel bearbeiten (je nach Auftrag). Gerade für Supervisionen und Coaching-Prozesse eröffnen Organisations-aufstellungen ein reiches Spektrum an Einsichten und Möglichkeiten.

Grundprinzipien von Organisationsaufstellungen

Nach Gunthard Weber et al. sind dies:                                                             1. Das Recht auf Zugehörigkeit (dafür muss jedoch jeder seinen Beitrag leisten)      2. Ausgeglichenheit von Geben und Nehmen                                                      3. Wer länger da ist, hat Vorrang (insbesondere Gründer)                                      4. Leitung hat Vorrang (keine Gleichheitsmythen)                                               5. Besondere Leistung muss anerkannt werden                                                   6. Gehen und Bleiben (Wer wird gebraucht? Wie gelingt Trennung in Achtung?)          7. Organisationen sind aufgabenorientierte Systeme (keine Selbsterfahrungsgruppe) 8. Stärkung oder Schwächung (fühlt man sich an seinem Platz sicher/gelassen oder unwürdig oder hat Größenphantasien aufgrund eines angemaßten Platzes?)               9. Das Alte und das Neue (Würdigung des Alten als Chance für neue Ideen)

Diese Prinzipien decken sich t.w. mit denen von Familiensystemen, teils unter-scheiden sie sich, denn eine Organisation kann verlassen werden, eine Familie nicht.

Für welche Fragen sind Organisationsaufstellungen geeignet?

  • Wie sind die Beziehungen innerhalb der Organisation?
  • Gibt es schädliche Koalitionen oder Sündenbockdynamiken?
  • Gibt es ungute Vermischungen zwischen dienstlichen und privaten Interessen?
  • Nimmt die Leitung ihre Führungsaufgabe wahr?
  • Arbeitet die Organisation effizient oder verpufft ihre Hauptenergie?
  • Wird das Ziel, die Aufgabe, der Kunde noch genug gesehen?
  • Wie ist meine eigene Stellung im System?
  • Welche Personalentscheidung, Nachfolgeregelung etc. ist angemessen?
  • Was ist bei einer Fusion oder Firmenübernahme zu beachten?
  • Welche Alt- oder Neulasten führen zu dem aktuell hohen Krankenstand?
  • Wie gelingt eine Verabschiedung, damit es für die Betroffenen gut weitergeht?
  • Steht eine Auflösung oder Umstrukturierung der Organisation an?
  • Liegt die Problemlösung in der Besitzerfamilie oder im Management der Firma?


Außer mit klassischen Organisationsaufstellungen ist es auch möglich, mit sog. Strukturaufstellungen effektiv zu arbeiten. Diese stellen die dritte große Gruppe neben Familien- und Organisationsaufstellungen dar.

 
   
   
   
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